Ich kann es nicht anders ausdrücken. Dass Woche 4-5 nun hier in einem Schwung Platz finden, ist wohl einfach der wahnsinnig schnell verfliegenden Zeit zu verdanken. Aber eins ist ja auch viel wichtiger: Die Zeit zu laufen war da - eine Frage der Ehre! Und was soll ich sagen? Ja, auch in Woche 4+5 wurde der Streakrunning-Selbsttest erfolgreich fortgesetzt. Und zwar mit allen Optionen, denn bspw. wettertechnisch war alles dabei, von eisiger Kälte über matschige 15 Grad.
Woche 4 hat wirklich angestrengt. Kaum mal eine Minute zum Durchatmen. Das coach dogs-Team ist in Messevorbereitungen und hat quasi minütlich das Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Und mitunter stellt man fest, dass das Gefühl einen nicht trügt. Nun, und so wurde die Woche 4 lauftechnisch eher anstrengend, da beim Laufen nicht das ersehnte Leichtlauf-ich-will-immer-weiter-Gefühl eintrat sonder vielmehr das Ich-kann-mir-das-jetzt-gar-nicht-leisten-Gefühl. Also raus, schnelle Runde und ab an den Schreibtisch.
Vielleicht wars auch gar nicht nur die Arbeit sondern das berühmte “Plateauing”. Man merkt, dass man einfach nicht weiter kommt. Und so habe ich entschieden, mal einen Tag “Streakwalking” (nein, nicht schummeln - in Jogging-Outfit mit kleinen Kurzetappen im Laufschritt dazwischen), einzulegen. Und siehe da, das mit der Regeneration ist doch nicht so unklug (ja, ja, verstanden!).
Die Woche 5 war einfach - ein Hochgefühl! Meine gute Laune muss sich wohl positiv auf die kleinen Schweinehunde ausgewirkt haben, denn diese haben sich im Feld nicht einen Meter von mir entfernt. Einfach nur Freude! Und nach jetzt knapp einem Monat kommt nun schon wieder ein wenig das “Will-raus-Gefühl”, was den inneren Schweinehund ziemlich alt aussehen lässt. Ja, ich will raus. Nach ein paar Metern Einlaufen, läuft´s wie von selbst. Gerade die eisigen Morgende, wenn überm Feld die rote Wintersonne erscheint, lassen erahnen, dass viel nicht mehr schief gehen kann, wenn der Tag so beginnt. Und genau so ist es dann auch.
Und dann: vor zwei Tagen endlich wieder mal ein langer schönen Lauf mit guten Gedanken, schön locker und ohne Zeitdruck. Wunderbar! Und gleich wird auch alles viel klarer. Das Mehr an Sauerstoff macht sich bemerkbar beim Schreiben (!), Texten, Ideen entwickeln. Und ich muss wieder einmal sagen: Es lohnt sich, sich zu überwinden. Einmal den Schweinehund überlistet, so wird aus dem anfänglichen Kampf ein morgendliches Wellness-Erlebnis erster Klasse.
Die Woche 6 hat genau so heute morgen begonnen. Eigentlich wenig Zeit, wurde aus der ursprünglich geplanten Kurzrunde dann doch eine lange. Und siehe da: Der Rest des Tages lief wie am Schnürchen. Das Mehr an Zeit für den Lauf habe ich 3 x wieder reingeholt durch schnelleres Denken und Anpacken. Und die gute Laune als Nebeneffekt ist auch nicht gerade hinderlich fürs Geschäft.
Da bin ich selbst mal gespannt, wie es die Woche weitergeht, denn heute ist bereits Montag. Am kommenden Sonntag gibts dann wieder mehr von zwei- und vierbeinigen Streakrunnern.
Motivierte Schweinehund-Grüsse,
Patricia Elfert