“Good bye Schweinehund” - Woche 1
Zunächst dachte ich, das macht gar keinen Sinn, meine wieder erwachte Laufleidenschaft in diesen coach dogs Blog zu setzen, aber dann kam alles anders, und zwar mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Runner´s World. Schon früher habe ich die (übrigens mit neuem Layout und freischer Aufmachung jetzt noch interessanter gewordenen) Fachlektüre für Bewegungsfreudige öfter gelesen, primär, um mich wieder einmal zu motivieren, den Körper in Schwung zu bringen.
Das ist wichtig bei mir, denn ich gehöre zu den Menschen, die durch körperliche Bewegung nicht nur den Körper sondern ebenso den Geist in Form bringen. Mein Gehirn braucht einfach Bewegung und meldet sich nach dem kleinsten Trainingslauf mit Lösungen lang durchgegrübelter Probleme, Antworten auf brennende Fragen oder einfach guten Ideen. Ja, es könnte so einfach sein. Schuhe und Laufsachen an und ab geht´s - wäre da nicht, na wer wohl? Der Schweinehund. Und was soll ich sagen? Ich habe gleich 3 davon wobei einer sich die Rolle des Chef-Schweinehundes zu eigen gemacht hat und diese perfekt auslebt - vor allem jetzt gerade - im Winter!
Chef-Schweinehund Checheni und seines Zeichens Rhodesian Ridgeback, hat es sich zur Passion gemacht, lange zu schlafen. Draussen kalt und nass = Streik. Und tragen Sie mal einen 40 kg Schweinehund bei Regen vor die Türe! Aber wie schon geschrieben, ab dieser Woche ist alles anders.
Dank Runner´s World bin ich seit Samstag letzter Woche ein “Streakrunner”, ein Serienläufer. Laufen in Serie halt, also jeden Tag. Streakrunner darf sich nennen, wer ein Jahr lang jeden Tag läuft. Und zwar mindestens eine Meile = ca. 1,6 km. Wow! (Wer mich kennt, weiß, dass ich Tom Peters Fan bin, und der spricht immer von Wow!-Projekten). Ich erkenne. Das ist es! Mein Wow!-Projekt. Seit genau 5 Tagen (juhu! Ich habe SOFORT angefangen. Direkt. Nicht morgen oder irgendwann, nein SOFORT) gibt es keine Ausreden mehr. Ich muss ja nur 1,6 km. Das ist von zu Hause aus bei Lidl um die Ecke, dann an den Pferdeställen rechts und immer geradeaus durch die Felder, dann am Bahnhof vorbei und wieder zurück. Das war´s! Das schafft jeder Schweinehund! Auch meiner nach anfänglichem Zögern und dem Hervorziehen der besten Leckerchen auf der Welt, die es leider nur draussen gibt - auch bei Regen!
Und das Beste: Sind Schweinehund und ich erst einmal draussen, laufen wir zwar am Bahnhof vorbei, aber dann einfach weiter. Freiwillig! Und unter 4km sind wir selten zurück. Denn mal unter uns: Es ist ja im Grunde nur der Anfang, das Aufraffen gerade jetzt im Winter im Nebel und Nieselregen. Schweinehundewetter eben.
Aber aufgeben? Wo doch schon einmal 5 Tage geschafft sind (was sage ich nach 30 oder 136 oder 265 Tagen)? Kommt nicht in Frage. Das ziehen wir durch, Schweinehund und ich. Komme was wolle.Eins ist klar: Streakrunning macht stolz. Nicht nur 42,irgendwieviele Kilometer. Der kleine Triumpf dafür jeden Tag. Wow! Warum hat das eigentlich keiner geschrieben in der Runner´s World?
Good bye Schweinehund ist der Beginn einer wundervollen Gewohnheit, über die ich ab jetzt jeden Sonntag berichte. Genau hier! Und wehe, jemand erwischt mich beim Schummeln. Kommt nicht in Frage!
Liebe Grüsse an den Schweinehund, Patricia