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“I love what I do” - Tag 13

Freitag, Dezember 14th, 2007

Gestern war einfach keine Zeit zu schreiben. Bitte nicht ungeduldig werden, wenn es mal ein oder zwei Tage nicht klappt. Irgendwie ist dann doch noch sehr viel zu tun. Jahresende, Weihnachten naht (war das nicht das Fest der Besinnlichkeit und Ruhe?) und die Menschen sind hektischer denn je. Warum laden sie sich gerade Weihnachten noch mehr auf als sonst?

Klar - Jahresendgeschäft. Der Schreibtisch soll zu Beginn des neuen Jahres mit all den guten Vorsätzen nicht gleich wieder an alte Marotten erinnern. Und dann noch all die Termine. Und hektischer wird man ja automatisch, wenn man dazu den Geschenke-Druck hat. Was schenken? Und wann besorgen? Nun, da gibt es ja heute zum Glück das Internet. Aber - da haben die Kinder die Geschenke ja schon gleich vom Postboten in die Hände bekommen und schwups - ausgepackt. Also auch keine gute Lösung. Und überhaupt. Was schenken sich Erwachsene heute? Haben wir nicht schon so viel? Die Medien mögen uns eines Besseren belehren. Schließlich gibt es alles, was wir haben dann immer noch eine Spur besser.

Ein schönes Beispiel habe ich in einem Buch von Förster und Kreuz gelesen, die sich mit allem außer gewöhnlichen Ideen auseinandersetzen (Buch: Alles außer gewöhnlich, Förster&Kreuz) und Unternehmen beraten, genau so zu handeln. Sie fragen sich nämlich zum Thema Innovationen, ob ein Rasierer wirklich immer noch mehr Klingen braucht?

Wir fragen uns, ob wir denn immer noch mehr Geschenke brauchen, die nur geschenkt werden, weil an Weihnachten eben geschenkt wird. Verlegenheitsgeschenke, damit halt etwas da ist. Da bleibt dann nur: die Parfumerie. Oder Socken …

Schade, es gäbe so viele Ideen. Menschen könnten sich beispielsweise Gutscheine für Zeit schenken, die sie mal wieder miteinander verbringen möchten. Oder leere Notzibücher (gibt es sehr klassische Schöne von Moleskine, die bei mir die absolute Nr.1 sind inklusive der alten Papierkalender, denen kein Blackberry bei mir den Rang ablaufen kann). Leere Notizbücher sind ein tolles Geschenk. Man kann sie zum Beispiel gemeinsam schenken mit einer Zitatensammlung, und die Beschenkten motivieren, zu einem jeweiligen Zitat in Abständen ihre Gedanken aufzuschreiben. Oder auch nur zu einem Wort. Paare könnten dies abwechselnd tun. Selbst erlebt - bringt Schwung in nette Abendgespräche bei einem Rotwein. Da wird aus einem Zitat wie “Es gibt nicht Gutes außer man tut es” plötzlich eine Geschäftsidee. Wozu Geschenke motivieren können.

Oder könnten, denn seien wir mal ehrlich: Wer hat schon Zeit, sich mit so etwas zu beschäftigen? Das geht bei all den täglichen Aufgaben doch einfach zu weit … Oder doch nicht. Den Gedankenanstoß lasse ich hier einfach einmal so stehen …

“I love what I do” soll ebenfalls ein Gedankenanstoß sein. Ist es wohl auch. Das merken wir in den Gesprächen, die wir jetzt täglich führen, um die Menschen zu bewegen, sich an der Initiative zu beteiligen. Nadja und ich machen uns jeweils eine Liste, wen wir ansprechen möchten. Da gibt es tolle Reaktionen. Vielen tut es gut, einmal mit der Nase in die Möglichkeiten gestoßen zu werden. Ja, vieles ist möglich, wenn man bereit ist, sich einzusetzen. Und nicht aufzugeben. Der Tellerrand kann niemals das Ende sein. Der Horizont ist immer viel weiter. Und da liegen die Möglichkeiten. Aber hallo, aufpassen. Es braucht Einsatz und vielleicht auch manchmal Rückschritte. Aber es lohnt sich. Wenn man wirklich von etwas überzeugt ist, dann wird es funktionieren. Ausprobieren heißt das Zauberwort.

Zu Weihnachten dürfen Sie das dann auch: Ausprobieren! Das neue Parfum oder den Rasierer mit der X-ten Klinge. Oder ist Ihnen das doch zu langweilig? Dann probieren Sie einfach einmal aus, wie es sich anfühlt, Weihnachten etwas zu geben, was wirklich ankommt. Ein Statement, das motiviert und einen Beitrag für die kleinen Menschen, die mit Weihnachten sicher nicht die neueste Playstation verbinden.

Lieben Gruss, Patricia