Archive for Dezember, 2007

“I love what I do” - Tag 28

Sonntag, Dezember 30th, 2007

Fast einen Monat ist “I love what I do” nun online kurz vor dem Jahreswechsel. Trotz Adventszeit, stressigem Jahresendgeschäft bei vielen unserer Kunden und uns selbst und der Weihnachtspause, die immer noch andauert (wie schön!), haben wir in diesem einen sehr speziellen Monat viele Menschen erreicht.

Wir haben zum Nachdenken angeregt. Auch zur Reflexion: Waren die Schritte, die ich bisher gegangen bin, vielleicht doch bedeutender als ich dachte? Habe ich doch schon das erste Etappenziel erreicht? Bin ich auf dem richtigen Weg? Habe ich morgens Lust, das warme Bett zu verlassen? (Anm. natürlich nicht JEDEN Tag zu dieser Jahreszeit!)

Der Konsenz ist als kleines Start-Resumé wohl der, dass es sich lohnt, sich für die eigenen Pläne und Wünsche einzusetzen, anzupacken halt. Und nicht zu warten, bis sich die Umstände, Rahmenbedingungen, der Vorgesetzte, die wirtschaftliche Lage oder ? ändern. “I love what I do” lebt, wie Hubert Schwarz so treffend beschreibt, vom eigenen Antrieb. Von der Lust und dem Feuer, das, was man wirklich will, zu tun.

Genau das möchte ich kurz vor Jahresende noch einmal betonen. Tun Sie etwas, woran Ihnen wirklich liegt. Ändern Sie - wenn nötig - den Kurs, fangen Sie ganz neu an, packen Sie die Dinge, die seit 5 Jahren als Wunschtraum in Ihren Schubladen liegen, an. Nehmen Sie es in die Hand, freuen Sie sich an Ihren Ideen. Und suchen Sie Menschen, die Sie begeistern können, mit denen Sie sich gemeinsam freuen können, auf deren Feedback Sie sich verlassen können.

Wenn etwas nicht klappt, macht nichts! Ändern Sie Ihre Strategie. Oder gehen Sie gleich noch mal über Los. Und starten neu durch. Und vielleicht noch mal und noch mal und noch mal.

Apropos gehen Sie nicht über Los: Weihnachten gab es bei uns wunderbare Geschenke, die wir dank der freien Tage gerade sehr geniessen: Spiele und Spielerweiterungen zu Catan! Ja, wir sind Siedler-Fans. Und für leidenschaftliche Siedler gibt es viel zu tun auf Catan. Denn jede neu gebaute Insel ist wieder ein ganz neues Land mit neuen Gebieten, Wüsten, Strassen, Siedlungen, Städten, Metropolen sowie edlen und weniger edlen Bewohnern. Eintauchen in diese Welt macht Spass und fordert heraus. Hier ist Flexibilität, geschicktes Handeln, Kooperieren, das Aufhalten von Barbaren, und vor allem eins gefragt: Neu starten nach Niederlagen! Immer wieder Niederlagen. Und - oh Wunder! So manches Mal gab es den grössten Triumph nach der schlimmsten Niederlage. Das größte Fiebern, die höchste Motivation gibt es immer gerade dann, wenn Land weg bricht, die Rohstoffvorräte komplett geplündert sind oder die mühevoll aufgebaute Seeflotte den Piraten zum Opfer gefallen ist. Jetzt erst recht, oder?

Aufgeben gilt nicht! Das gilt übrigens nicht nur auf Catan!

Nun, morgen am letzten Tag des Jahres schreibe ich noch einmal. Dann mit den noch nicht ganz vollendeten Do´s und Don´ts fürs neue Jahr. Was diese genau bedeuten - dazu morgen mehr.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 18

Donnerstag, Dezember 20th, 2007

Zu fortgeschrittener Stunde möchte ich trotzdem noch kurz das Wort ergreifen, denn heute war wieder ein sehr ereignisreicher Tag. Nach gestrigen Terminen dann heute das Büro-Chaos. Man glaubt ja gar nicht, was noch “mal eben” erledigt werden will. Egal. Nein, nicht egal. Schön, wenn der Schreibtisch erkennbar leerer wird. Schreibtisch aufgeräumt, Kopf aufgeräumt. So sollte das sein, oder? In Stücken ist da vielleicht auch etwas dran, aber so ganz werde ich wohl nie damit einig, alles immer akurat zu haben. Das Problem ist nämlich, dass ich dann nichts mehr finde. Auch vermeintlich unorganisierte Stapel haben ihre ganz bestimmte Struktur - oder bekommen sie nach einiger Zeit, und dann sollte man mit dem Aufräumen vorsichtig sein.

Nadja und ich haben bspw. heute aus einem solchen Stapel wieder einiges herausgefischt, was uns auf neue Ideen gebracht hat. Na also! Doch was dran am kreativen Chaos.”I love what I do” wächst und gedeiht. Im Moment kommen zwar wenige Statements aber dafür doch jeden Tag etwas, vor allem Lob und Glückwünsche zu unserer Idee. Das macht froh! Heute Abend habe ich die Lektorin für unser geplantes Buch gewinnen können. Prima! Natürlich wird auch sie Sponsor. Sie ist sehr motiviert, dabei zu sein und ist gespannt, was wir vorhaben. Was wir vorhaben? Motivieren auf jeden Fall!

In Gesprächen heute Abend (war auf der BPW Weihnachtsfeier - Business and Professional Women Frankfurt) habe ich wieder das Feedback bekommen: Es geht so Vieles, wenn man es nur angeht. Eine Frau berichtete bspw. über Erlebnisse in den USA, wo man Menschen, die eine Dienstleistung erbringen - egal, welche - sehr wertschätzt. Da ist der Servicemitabeiter hoch angesehen, oder der Selbstständige, der schon einige Male Schiffbruch erlitten hat und es wieder probiert hat - diesmal mit Erfolg. Kinder fallen doch auch mal vom Rad bevor sie fahren können, und das nicht nur einmal, oder? Warum also nicht probieren? Experimentieren? Neues wagen?

Wie ist das eigentlich mit der Selbstverantwortung? Ist das nicht ein gutes Gefühl, selbst Entscheidungen treffen zu können. Nun - es birgt auch das Risiko, einmal hinzufallen und die Verantwortung auch dafür selbst zu übernehmen. Aber wächst man nicht gerade daran? Die Sonne ist nämlich heller, wenn man sie länger nicht gesehen hat. Philosophische Nachtgedanken …Ich wünsche mir weiterhin viele Statements. Also mitmachen bitte! Vorausgesetzt, Sie lieben was sie tun. Und eine kleine Spende zum Statement wäre schön. Tut nicht weh und macht auch ein gutes Gefühl.

Morgen ist ein neuer Tag. Nicht mehr lange bis Weihnachten, und doch passiert noch so viel.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 16

Dienstag, Dezember 18th, 2007

Es geht auf Weihnachten zu. Früher als Kind merkte ich das vor allem daran, dass die Spannung stieg. Da wurden Lichterglanz und Vorfreude, Geruch nach frisch gebackenen Keksen und Duftkerzen noch wirklich wahrgenommen. Und heute? Ganz ehrlich - überall Hektik und vor allem hektische Menschen, die für das “besinnliche” Fest, sehr unbesinnlich Geschenke kaufen (müssen). Nun, mit dem richtigen Blick findet man immer irgendwo etwas Weihnachten. Ein Lächeln, ein freundlicher Gruss, eine aufgehaltene Türe, ein Regenschirm, der einem spontan angeboten wird, wenn man ins Taxi einsteigt. All diese kleinen Gesten sind doch ein wenig Weihnachten.Vielleicht sollten wir uns mal wieder darauf besinnen, wie viel Kraft man daraus nehmen kann? Und wie viel leichter das Leben gerade durch diese vermeintlich kleinen Gesten wird?

Natürlich, gerade die Vor-Weihnachtszeit ist im Geschäftsleben kein Zuckerschlecken. Was nicht alles noch zu erledigen ist. Oft ist Jahresende gleich Geschäftsjahresende, und die Planung für das neue Jahr läuft auf Hochtouren. Die letzten offenen Themen des alten Jahres sollten möglichst noch vor Weihnachten vom Tisch - der Monat ist kürzer. Auch wir spüren, was alles passiert ist im Laufe des Jahres, was es Neues gab im Vergleich zum alten Jahr. Klar, wir sind ein junges Unternehmen, und da kommt so manche Idee auf den Tisch. Einige werden verworfen (über die lachen wir meist), einige werden verfolgt, wobei uns unser unverwüstlicher Optimismus hilft, dranzubleiben und auch Ungewöhnliches einfach einmal auszuprobieren.

Genau so ist auch “I love what I do” entstanden. Wir müssten eigentlich … nein, nein, wir machen das jetzt, und wenn aus Neugier! Diese Woche nur noch zwei geschäftliche Termine, aber auch zwei Pressetermine zu Initiative. Morgen treffen wir uns mit der “Giessener Allgemeinen Zeitung”, die die Initiative als Idee und Motivator interessant finden - zumal sie von zwei Unternehmen aus der Region ins Leben gerufen wurde. Dann gibt es Interesse an der Initiative bei der Zeitschrift “existentielle”, die gerade Gründerinnen immer wieder Mut macht, die eigenen Ideen zu verfolgen, mit Passion ans Werk zu gehen, die richtigen Ziele zu stecken und konsequent zu verfolgen. Das passt doch wunderbar zu uns!

Derzeit kommen weniger Statements in der letzten Woche vor Weihnachten, so dass wir uns auch den letzten geschäftlichen Aktivitäten widmen können. Und mir helfen meine Vierbeiner kräftig dabei, erst gar keine Weihnachtsstress aufkommen zu lassen. Ja, wirklich. Kleine 5-Minuten-Auszeiten oder die Mittagsrunde (die z.Zt. etwas kürzer ausfällt) durch die kalte Winterluft, die wir jetzt endlich haben, tun Wunder. Und wenn es die Zeit erlaubt am Wochenende ab auf die große Mounti-Runde mit Checheni, dem langbeinigen Riesen-Paket durch die winterliche Landschaft. Herrlich!

Noch 4 Tage bis zum Wochenende, es passiert also noch etwas. Da bin ich sicher.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 13

Freitag, Dezember 14th, 2007

Gestern war einfach keine Zeit zu schreiben. Bitte nicht ungeduldig werden, wenn es mal ein oder zwei Tage nicht klappt. Irgendwie ist dann doch noch sehr viel zu tun. Jahresende, Weihnachten naht (war das nicht das Fest der Besinnlichkeit und Ruhe?) und die Menschen sind hektischer denn je. Warum laden sie sich gerade Weihnachten noch mehr auf als sonst?

Klar - Jahresendgeschäft. Der Schreibtisch soll zu Beginn des neuen Jahres mit all den guten Vorsätzen nicht gleich wieder an alte Marotten erinnern. Und dann noch all die Termine. Und hektischer wird man ja automatisch, wenn man dazu den Geschenke-Druck hat. Was schenken? Und wann besorgen? Nun, da gibt es ja heute zum Glück das Internet. Aber - da haben die Kinder die Geschenke ja schon gleich vom Postboten in die Hände bekommen und schwups - ausgepackt. Also auch keine gute Lösung. Und überhaupt. Was schenken sich Erwachsene heute? Haben wir nicht schon so viel? Die Medien mögen uns eines Besseren belehren. Schließlich gibt es alles, was wir haben dann immer noch eine Spur besser.

Ein schönes Beispiel habe ich in einem Buch von Förster und Kreuz gelesen, die sich mit allem außer gewöhnlichen Ideen auseinandersetzen (Buch: Alles außer gewöhnlich, Förster&Kreuz) und Unternehmen beraten, genau so zu handeln. Sie fragen sich nämlich zum Thema Innovationen, ob ein Rasierer wirklich immer noch mehr Klingen braucht?

Wir fragen uns, ob wir denn immer noch mehr Geschenke brauchen, die nur geschenkt werden, weil an Weihnachten eben geschenkt wird. Verlegenheitsgeschenke, damit halt etwas da ist. Da bleibt dann nur: die Parfumerie. Oder Socken …

Schade, es gäbe so viele Ideen. Menschen könnten sich beispielsweise Gutscheine für Zeit schenken, die sie mal wieder miteinander verbringen möchten. Oder leere Notzibücher (gibt es sehr klassische Schöne von Moleskine, die bei mir die absolute Nr.1 sind inklusive der alten Papierkalender, denen kein Blackberry bei mir den Rang ablaufen kann). Leere Notizbücher sind ein tolles Geschenk. Man kann sie zum Beispiel gemeinsam schenken mit einer Zitatensammlung, und die Beschenkten motivieren, zu einem jeweiligen Zitat in Abständen ihre Gedanken aufzuschreiben. Oder auch nur zu einem Wort. Paare könnten dies abwechselnd tun. Selbst erlebt - bringt Schwung in nette Abendgespräche bei einem Rotwein. Da wird aus einem Zitat wie “Es gibt nicht Gutes außer man tut es” plötzlich eine Geschäftsidee. Wozu Geschenke motivieren können.

Oder könnten, denn seien wir mal ehrlich: Wer hat schon Zeit, sich mit so etwas zu beschäftigen? Das geht bei all den täglichen Aufgaben doch einfach zu weit … Oder doch nicht. Den Gedankenanstoß lasse ich hier einfach einmal so stehen …

“I love what I do” soll ebenfalls ein Gedankenanstoß sein. Ist es wohl auch. Das merken wir in den Gesprächen, die wir jetzt täglich führen, um die Menschen zu bewegen, sich an der Initiative zu beteiligen. Nadja und ich machen uns jeweils eine Liste, wen wir ansprechen möchten. Da gibt es tolle Reaktionen. Vielen tut es gut, einmal mit der Nase in die Möglichkeiten gestoßen zu werden. Ja, vieles ist möglich, wenn man bereit ist, sich einzusetzen. Und nicht aufzugeben. Der Tellerrand kann niemals das Ende sein. Der Horizont ist immer viel weiter. Und da liegen die Möglichkeiten. Aber hallo, aufpassen. Es braucht Einsatz und vielleicht auch manchmal Rückschritte. Aber es lohnt sich. Wenn man wirklich von etwas überzeugt ist, dann wird es funktionieren. Ausprobieren heißt das Zauberwort.

Zu Weihnachten dürfen Sie das dann auch: Ausprobieren! Das neue Parfum oder den Rasierer mit der X-ten Klinge. Oder ist Ihnen das doch zu langweilig? Dann probieren Sie einfach einmal aus, wie es sich anfühlt, Weihnachten etwas zu geben, was wirklich ankommt. Ein Statement, das motiviert und einen Beitrag für die kleinen Menschen, die mit Weihnachten sicher nicht die neueste Playstation verbinden.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 10

Dienstag, Dezember 11th, 2007

Der Tag ging unglaublich schnell um. Viel im Büro zu tun. Die stille besinnliche Adventszeit ist nicht mehr so wirklich still. Überall ist doch noch sehr viel zu tun zum Jahresende. Und “I love what I do” zieht erste Kreise. Prima!  

Wo irgendwie Zeit ist, leisten wir Überzeugungsarbeit. Wir überlegen, ob es nur die Freiberufler sind, die ihr leidenschaftliches Engagement einmal zeigen möchten oder ob es auch Menschen gibt, die in großen Konzernen arbeiten und dies mit vollem Einsatz wirklich gerne tun.Ich erinnere mich an einen Ausspruch einer Kundin, die mir im Coaching erklärte, man dürfe in ihrem Unternehmen nicht zu deutlich zeigen, dass man zufrieden, ausgeglichen - ganz zu schweigen von glücklich - sei. Schon die kleinste Andeutung eines solchen Status führe zu der Annahme, dass man sich ggf. nicht genügend “schindet” fürs Unternehmen. Hallo?

Während meiner langen Jahre bei HP habe ich beide Seiten erlebt: Passioniertes Anpacken, Kreativität, Teamgeist und so etwas wie einen “Spirit” - ja, ich glaube, das ist das richtige Wort - der sich in Teams zeigt, wenn es wirklich um etwas geht. Dann bleiben alle auf dem Boden und haben ein gemeinsames Ziel vor Augen. Jeder weiss, was zu tun ist und packt mit an. In späteren Phasen, insbesondere zur Zeit der “New Economy Luftblase” erlebte ich dann auch den Verlust einer gemeinsamen Identität. Alles wurde plötzlich zum Spiel, und jeder spielte allein, meist mit Aktien. Plötzlich wurde überall spekuliert. Die Welt war voller Vorstände, die zum grössten Teil businessangelfinanzierte 3-Mann-Unternehmen regierten, die jede realistische Einschätzung von Marktchancen und - entwicklungen schon längst über dem Blick auf die Börsenkurse verloren hatten.

Die Realität hat sie eingeholt. Und heute ist ein sehr guter, neuer Trend zu erkennen, auf den wir ja genau mit “I love what I do” hinweisen möchten.

Gründern geht es nicht mehr nur darum, “abzusahnen” und Angestellten nicht mehr nur darum, ihren vertraglich vereinbarten “Dienst” zu leisten oder im Gegenteil, sich krank zu schuften.

Unser Eindruck ist: Die Menschen möchten wieder erkennen, dass ihr Beitrag zählt. Sie möchten etwas leisten und zu etwas beitragen, was von Bedeutung ist. Das Bewusstsein für nachhaltiges Verhalten ist gestärkt. Auch das Gemeinschaftsdenken. Corporate Social Responsibility ist in aller Munde. Es tut gut, Gutes zu tun.

Auf die Frage an eine völlig überarbeitete Krankenschwester, warum sie denn nicht mal Pause macht, sie bekäme ja eh nicht mehr für jede weitere Stunde, hatte sie nur ein müdes Lächeln. Natürlich bekäme sie mehr - von jedem einzelnen Patienten, der sie jetzt noch brauche. N A C H D E N K E N erlaubt!

Wir sind gespannt, wie grössere Unternehmen unsere Initiative annehmen. Mit einigen mittleren und großen Unternehmen, teils Kunden teils Unternehmen, zu denen wir bisher keinen Kontakt hatten, haben wir heute gesprochen oder gemailt. Die Ansprechpartner sind meist positiv überrascht, wenn sie von “I love what I do” hören, meist offen, sich damit auseinanderzusetzen. Ob und wie sie sich engagieren, werden wir erleben …. und natürlich berichten.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 9

Montag, Dezember 10th, 2007

Wir starten in eine neue, spannende Woche. Hoffentlich mit weniger Regen. Einige Termine stehen an, dennoch arbeiten wir natürlich auf Hochtouren an unserer Initiative weiter. Heute morgen begann der Tag mit einem sehr netten Telefonat mit Hubert Schwarz.

Ein bewundernswerter Mensch, der nicht nur durch seine Extremstleistungen auf dem Rad auffällt (wer fährt schon 5000km nonstop quer durch Amerika? Oder in 80 Tagen um die Welt - auf dem Rad wohlgemerkt) sondern ebenso als Unternehmer, Coach und Management-Trainer sowie mit seinem sozialen Engagement für Kinder im In- und Ausland. Mit seiner Frau Renate Schwarz hat er die Hubert Schwarz Stiftung gegründet, die wir mit unserer Initiative unterstützen. Auf diese Kooperation freuen wir uns besonders, da wir wissen, dass das Engagement und Geld unserer Sponsoren dort richtig ankommt. Außerdem ist er ein hervorragendes Beispiel dafür, was aus eigenem Antrieb machbar ist. Und dafür muss man sicher nicht gleich um die Welt radeln. Eine optimistische Sicht auf die Dinge ist wohl ein guter Anfang.

Ja, wir geben es zu. Auch wir stellen uns die Frage: Ist Optimismus überhaut “en vogue”? Als Beraterin begegne ich unterschiedlichsten Problemen und Fragen in Unternehmen. Macht es Sinn, eine positive Weltsicht in die Unternehmen zu tragen? Wir kommen immer wieder zu dem Schluss: Ja, es macht Sinn! Denn es macht den Weg zur Lösung leichter, beschwert bestehende Probleme nicht zusätzlich mit dicken Steinen auf dem Lösungsweg. Ist es wichtig, dass die Menschen Ihre Aufgaben lieben? Nun, die Gegenfrage: Warum soll es NICHT wichtig sein? Man beobachte Kinder, wenn sie in einer Aufgabe, einem Spiel “versinken”. Sie sind ganz bei der Sache, erfinden, entwickeln, bringen immer wieder neue Ideen ein und werden ungeheuer produktiv. Diese Produktivität entwickeln auch Erwachsene. Mihaly Csikszentmihalyi, der bekannte Kreativitätsforscher und Buchautor spricht von “Flow”, was soviel besagt, wie ganz in einer Aufgabe aufzugehen. Daraus entstehen die besten Ideen. Werber wären ohne Flow geradezu aufgeschmissen. Warum sich also diese Chancen verbauen, weil im traditionellen Unternehmens-, Industrie- und Bankenalltag der graue Ernst der Lage regiert? Und das Bewährte, das Altgediente? Wir sagen: Es sind neue Ideen gefordert! Engagement, Leidenschaft, Enthusiasmus, innere Beteiligung. Nadja brachte mir heute morgen ein Adventsgeschenk:

Jammern

Ist ein wunderschönes Blechschild, und hängt nun direkt vor meiner Nase. Irgendwie muss ich lachen, wenn ich es sehe. Denn heute habe ich mich kurz geärgert - sehr unsinnig - und mein Sohn kommentierte dies promt mit dem Hinweis, einen Blick auf das Schild zu werfen. Recht hat er! Denn die Krux ist eben, dass ein Schild mit der Aufschrift “Lächeln” zu irgendetwas führt, was Lächeln sein soll. Verbotenes Meckern führt - zumindest bei mir - zu diesem netten Trotz, der mich die Alltags-Ärger-Falle schneller erkennen und cool umschiffen lässt.

Morgen geht es weiter. Ich freue mich auf einen - wieder einmal - spannenden Tag. Terminvorbereitungen für Coachings stehen an, neue Kontakte warten auf Rückruf und auf den ersten Anruf von uns. Schließlich brauchen wir noch jede Menge Mitmacher und Sponsoren. Gut, dass wir Optimisten sind!

Lieben Gruss, Patricia

Unmögliche Idioten …

Freitag, Dezember 7th, 2007

“Jeder wusste, dass es unmöglich war,
bis auf den Idioten, der es nicht wusste -
und es möglich machte!”
Marcel Pagnol

“I love what I do” - Tag 6

Freitag, Dezember 7th, 2007

Na denn! Es gibt doch noch Menschen. Gestern dachte ich kurzfristig, man hätte meine Identität gelöscht und niemand erinnert sich an mich! Und dann wird man einen Tag später gleich wieder eines Besseren belehrt. Wieder ein grauer Tag. Macht nichts, raus, wie immer. Hilft ja nichts. Die Bande muss raus, um die auch bei Hunden vorkommende Winter-Depression zu besiegen. Das Jagdfieber hielt sich denn auch in Grenzen heute, und so war es eine nette “Start-in-den-Tag-Jogging-Runde”. Sogar die Sonne hat sich mal blicken lassen, was fast therapeutische Wirkung hatte!

Ein netter Kontakt von heute waren die Gründerinnen von Pixelwerbung-Online, die “Wir produzieren Deutschland” ins Leben gerufen haben. Eine Plattform und Suchmaschine für Unternehmen, die in Deutschland produzieren und sich für den Standort einsetzen. Wir haben gemeinsam den Wettbewerb “Die beste Geschäftsidee” gewonnen. Pixelwerbung-Online bei der IHK Schwelm und wir bei der IHK Giessen-Friedberg. Die beiden Gründerinnen werden sich bei “I love what I do” als Sponsoren beteiligen und wir sind natürlich bei “Wir produzieren Deutschland” auch dabei. Netzwerken funktioniert eben!

Mit unserem Partner für die Initiative geht es auch voran. Heute haben wir schon ein sehr positives Zeichen erhalten, am Montag dann ein Gespräch, wo es um die Details einer möglichen Kooperation geht. Es sieht gut aus! Heute haben wir unseren Aktionsplan vervollständigt, und alle Aktionen und weiteren Schritte sind jetzt definiert. Wie viele neue interessante Menschen wir kennen lernen! Leider gibt es immer noch Schwierigkeiten mit dem Server, und wir hoffen, dass die Ergänzungen von heute dann morgen auf der Seite sind.

Morgen ist wieder Bürotag (Komme ich hier nochmal raus?) und dann gehts ab ins Wochenende in die Heimat nach Düsseldorf. Die Stadt mit der besten Hundewiese Deutschlands am schönen Rhein.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 5

Mittwoch, Dezember 5th, 2007

Heute war so ein Tag, sehr grau, sehr dunkel, sehr nass. Heute morgen mit sehr viel Überwindung mit den drei Fellnasen ab in die sehr matschigen Felder. Vorher zunächst eine Horde innerer Schweinehunde besiegen und sich dann danach sehr viel besser fühlen. Ein guter Start!

Die kleinen Alltags-Katastrophen kamen dann Stück für Stück. Zunächst: Wo sind all die Menschen hin? Jahresend-Geschäft? Weihnachtseinkäufe? Es kam so gar nichts an im Büro heute. Und draussen weiter Regen!Dann hat man Anita, unsere Webdesignerin auch noch komplett vom Internet und der digitalen Welt abgehängt, das hiess dann auch für “I love what I do” erst einmal Stillstand.

Morgen ist ein neuer Tag, und morgen wird es spannend, da wir mit einem potenziellen sehr interessanten Partner für “I love what I do” sprechen.Schliesslich soll das Sponsorengeld ja in gute Hände.

Also bis morgen noch Geduld und vielleicht zeigt der Himmel ja morgen früh ein ganz klein wenig blau, dann gehts ab zum Joggen mit der Bande und danach gibt es einige Stapel auf dem Schreibtisch, die angefasst werden wollen.

Lieben Gruss, Patricia

“I love what I do” - Tag 4

Dienstag, Dezember 4th, 2007

Es ist wieder viel passiert heute bei www.i-love-what-i-do.com, und wir haben viel gelernt. Vor allem über die Menschen. Einige sehr liebe Menschen haben wir kennen gelernt. Einige interessante Menschen haben sich an unserer Initiative beteiligt, die wir noch einmal gefragt haben, was Ihnen als Kernaussagen am wichtigsten ist. Es ist schön, mit den Menschen in Dialog zu treten. Das bereichert, und man bekommt neue Eindrück von der Stimmung, von unterschiedlichen Motivationen. Sehr interessant.

Nicht besonders lustig fanden wir heute ein sehr sarkastisches Statement mit Angabe von komplett falschen Kontaktdaten und dem Vermerk, dass Deutschland ja ruhig ein paar Faule verträgt, die die Besserverdienenden mitziehen können. Die sollten sich dafür bitte einmal anstrengen, damit es “dem Staat” besser geht, um die Faulheit zu bezahlen. Wir haben versucht, darauf zu reagieren und unsere Unterstützung anzubieten, falls jemand wirklich sehr frustriert ist und ggf. dachte: Hm, das tun, was ich liebe? Davon kann ich ja nur träumen. Aber - Fehlanzeige - alles falsche Kontaktdaten. Warum dies?

Nun, die Reaktion ist weiterhin überaus positiv, und wir erhalten so viele motivierende Statements. Viele beglückwünschen uns zur Initiative und sind interessiert, was herauskommt, was die einzelnen Menschen schreiben. Die erste Pressemeldung ging ja gestern raus, und mal abgesehen von der Reaktion eines anscheinend sehr verzweifelten Journalisten, der einen verbalen Totalausfall und vermutlich eine sehr “schlechte Kinderstube” hatte, haben auch die Journalisten erstaunt und neugierig reagiert auf unsere Idee.

Uns ist wichtig, dass die Nachricht richtig ankommt. “I love what I DO”. Auf das Tun kommt es an. Nur, wer etwas tut, bewegt etwas. Ich bekam eine interessante Email heute, in der ein Journalist hinterfragte, ob wir nicht Sorge haben, dass es ein Portal der Selbstdarstellung und Eitelkeit werden könnte - oder ein Werbeplattform. Das hat uns dazu bewogen, noch einmal klar zu stellen, worum es geht. Nämlich das TUN. Sie lieben, was Sie TUN. Und was tun Sie genau? Das genau macht den Unterschied. Die Initiative heißt ja nicht “I love what I am/what I have”.

Und trotzdem sollen sich ruhig auch Menschen selbst darstellen können - oder ihre Unternehmen. Dafür suchen wir ja außer den Menschen, die die Statements abgeben zusätzlich Sponsoren, die sich natürlich auf der Seite darstellen dürfen. Sich selbst darstellen, weil man zum Aufschwung beiträgt und das für eine gute Sache?! Ein fairer Deal, oder?

Morgen geht´s weiter, und wir freuen uns auf neue Eindrücke.

Lieben Gruss, Patricia Elfert